eCannonball

Kinder der 80er kennen den Film “Auf dem Highway ist die Hölle los” (Originaltitel: The Cannonball Run) u.a. mit Burt Reynolds. In diesem Film wird ein Rennen von der Ostküste an die Westküste der USA (oder umgekehrt?) gefahren. Mit viel Lärm und hohen Geschwindigkeiten rasen die Teilnehmer einmal quer durchs Land. Aber was hat das mit E-Mobilität zu tun?
Nun, der Betreiber eines Kanals über Tesla Ove Kröger fährt einen Tesla (naja, er fährt eher wechselnde Teslas) wurde von Michael S., der einen Hyundai Kona electric erwartete, herausgefordert. Michael ist sich sicher, dass der neue Kona mit seinem geringen Verbrauch und dem sehr schnellen Ladeanschluss schneller von Hamburg in München ist als Ove. Also beschlossen beide das auszuprobieren.
Wo zwei “Bekloppte” sind, sind die anderen nicht weit. 29 Fahrzeuge fahren also am 17.11. mit völlig unterschiedlichen Elektroautos aus der Nähe von Hamburg nach München. Manche Irre nehmen sogar mit Autos teil, die eigentlich nicht wirklich dafür geeignet sind solch eine Strecke an einem Tag zu fahren – Benedikt zum Beispiel!

Auch für die daheim gebliebenen gibt es viel zu sehen. Das gesamte Fahrerfeld wird ab ca. 7:30 Uhr live über Glympse zu verfolgen sein und viele machen an ihren Ladestops live-Videos (ich hoffe, dass ich das auch hin bekomme). Alle Infos, Links und vor allem den Glympse-Link gibt es am 16.11.2018 ab 0:00 Uhr unter www.ecannonball.de. Meine Live-Videos werden natürlich auf meinem Kanal zu sehen sein, wenn die Götter der Funkverbindung mir hold sind! Wenn Du auf Youtube meinen Kanal abonnierst und neben dem “abonnieren”-Button die Glocke aktivierst, wirst Du benachrichtigt, sobald ich ein Live-Video starte – ich würde mich freuen, wenn Du dabei wärst!

Das böse, böse Nikotin

Zwei Dinge halten den Raucher an der Zigarette: Die Gewohnheit und das Nikotin. Während es einige Produkte gibt, bei denen man sich das Nikotin ohne die gefährlichen Stoffe der Tabakverbrennung zuführen kann – Spray, Pflaster, Kaugummi – erlaubt einem lediglich die E-Zigarette, auch die Gewohnheit beizubehalten. An dieser Stelle wollen wir uns aber einmal kurz mit dem Nikotin befassen, wobei ich wirklich meine kurz, denn über dieses Thema ließen sich endlose Seiten füllen und zig Streitgespräche führen, was den Rahmen dieser Webseite aber völlig sprengen würde.

Über Jahrzehnte wurde Nikotin als extrem gefährliches Nervengift dargestellt, während neuere Studien dessen Schädlichkeit lediglich mit dem von Koffein vergleichen. Fakt ist: Der Raucher ist vom Nikotin abhängig, und nur die wenigsten schaffen es, diese Abhängigkeit mit einem Umstieg – oder gar einem Rauchstopp – direkt loszuwerden. Ein Vorteil des E-Dampfens ist, dass man die Menge des Nikotins in kleinen Schritten reduzieren kann, bis man eines Tages – vielleicht – gar kein Verlangen mehr danach hat. (Viele Dampfer greifen auch nach dem Absetzen des Nikotins weiterhin zu ihrem Gerät, weil sich die Gewohnheit eben nicht so schnell “abtrainieren” lässt – oder aber, weil sie mittlerweile so viel Spaß am Dampfen gefunden haben, dass sie es gar nicht aufgeben wollen.)

Einer der größten Anfängerfehler ist der, direkt ohne Nikotin ins Dampfen einzusteigen. “Ich will doch weg vom Nikotin” ist die Begründung – und die meisten dieser Versuche gehen dann in die Hose: Man greift trotz der Dampfe weiterhin zur Tabakzigarette, weil ja “beim Dampfen irgendwas fehlt”. Dabei sollte der erste Schritt sein, auf die gefährlichen Giftstoffe, die durch die Tabakverbrennung entstehen, zu verzichten – der “Nikotinabbau” kann dann nach und nach erfolgen. Dabei sollte man wissen, dass längst nicht jeder Dampfer das Ziel hat, vom Nikotin loszukommen – die Betreiber der Seite gehören übrigens auch zu diesen Menschen – oder dieses Ziel erreicht. Natürlich wäre es für den Körper gesünder, aber wie langweilig und öde wäre ein Leben, in dem man auf alles Ungesunde verzichtet? 😉

Welche Nikotinstärke sollte denn in den Liquids sein, wenn ich anfange? Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, sie hängt in erster Linie davon ab, wie viel Zigaretten du bislang am Tag rauchst, ist aber auch vom Gerät abhängig, und außerdem ist das Dampfen generell eine sehr individuelle Angelegenheit. Lasse dich in einem guten Dampfershop beraten, dort solltest du verschiedene Stärken ausprobieren können. Bist du dir auch danach unsicher, nimm Liquids in verschiedenen Nikotinstärken mit und probiere sie aus. Wahrscheinlich wirst du ein paar Tage brauchen, bis du die – für dich – richtige Dosis gefunden hast, und auch diese Dosis ist nur eine Momentaufnahme – sie kann sich mit der Zeit, mit der Intensität des Dampfens und spätestens beim Wechsel auf ein neues Dampfgerät ändern. Höre auf deinen Körper, der gibt dir gnadenlos bescheid, wenn du eine zu hohe oder zu niedrige Dosis nimmst – wobei du eher eine zu hohe als eine zu niedrige Dosis bemerken wirst.

Menschen, die bereits beim – oder gar vor dem – Aufstehen schon die erste Zigarette anzünden wundern sich übrigens beim Umstieg aufs Dampfen: Irgendwie “knallt” das nicht so richtig, irgendwie fehlt da was. Zum einen wirkt das Nikotin in seiner eigenen Form ein wenig zeitversetzt, zum anderen ist das, was bei deiner ersten Kippe am Morgen so richtig knallt, nicht das Nikotin, sondern das Kohlenmonoxid! Also, wenn du zu denjenigen gehörst, die ihre Nikotindosis schon vor dem ersten Kaffee brauchen – nimm einfach drei Züge mehr an deiner Dampfe, dann wird alles gut. 😉

Für Verwirrung – bei vielen “Altdampfern” für Erheiterung – sorgen übrigens die Warnungen auf Geräten, dass diese das “stark abhängig machende Nikotin” enthalten. Natürlich enthält kein leerer Verdampfer Nikotin, ein Akkuträger (also deine Stromquelle) schon gar nicht, aber viele Händler kleben aus voreiligem Gehorsam vor den Behörden auf alles, was zum Thema Dampfen gehört, diesen Warnaufkleber – sogar auf Watteverpackungen wurde er schon gesichtet. 😉

Fazit: Wenn du schon länger – und/oder recht viel – vor deinem Umstieg geraucht hast, sei mit dem Nikotin am Anfang nicht sparsam! Alles andere kommt mit der Zeit, freue dich einfach, dass du das Nikotin auf weniger schädliche Art zu dir nimmst, das ist schon ein riesiger Schritt. Und selbst, wenn über viele Punkte beim Thema Nikotin noch gestritten wird, ist eines klar: Halte nikotinhaltige Flüssigkeiten von Kindern und Tieren fern! Selbst wenn die meisten Nikotinvergiftungen glimpflich enden muss man so etwas nicht haben!

Siehe auch “Das ist doch schädlich, oder?”

Die Stille auf dem Weg

Natürlich kann man seinen Ausflug an den Strand auch mit einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor machen, aber irgendwie passt zu der dortigen Ruhe ein Elektrofahrzeug wesentlich besser.

Und wenn man schon bei der Anfahrt das Rauschen des Meeres hören kann hat das ja auch was. 😉

Welche E-Dampfe ist die richtige?

Interessierte und Umsteigewillige finden auf der Suche nach einem Einsteigergerät im Netz eine immense Vielfalt an Dampfgeräten – die natürlich vom Hersteller (oder auch vom Shop) als super, spitze und das Beste überhaupt angepriesen werden. Da einem das nicht weiterhilft fragt der Neuling gerne in Foren, Gruppen oder auch beim dampfenden Nachbarn nach Empfehlungen – und ist in der Regel danach auch nicht schlauer. Dabei ist das richtige Gerät für den Umstieg von der Tabakzigarette aufs Dampfen entscheidend*: Nur wenn das Gerät zu dir passt macht das Dampfen Spaß, und wenn es Spaß macht ist die Chance, den Umstieg zu schaffen, natürlich viel größer.

Mit all diesen Geräten kann man den Einstieg ins Dampfen schaffen – aber welches ist das Richtige?

Welches ist aber nun das richtige Gerät für den Einstieg?

Die klare – und vielleicht nicht unbedingt befriedigende – Antwort: Es gibt nicht “das richtige Gerät”! Dampfen ist sehr individuell, und allgemeine Aussagen kann man einfach nicht treffen. Deshalb lautet unsere Empfehlung: Suche dir einen Dampfershop in deiner Nähe und lasse dir verschiedene Geräte vorführen. In einem guten Shop kannst du verschiedene Modelle vor Ort ausprobieren – und wirst dann feststellen, zu welchem Gerät dein Zugverhalten passt, welches für dich angenehm in der Hand liegt, bei welchem Modell Tank- und Akkukapazität für dich stimmig sind, und natürlich, welche Kombination in dein Budget passt.

Da wir gerade vom Budget sprechen: “Wie viel muss ich denn für den Einstieg ins Dampfen ausgeben?” ist eine häufige Frage. Auch hier kann man, wie du dir wahrscheinlich jetzt schon denken kannst, keine allgemeine Aussage treffen. Eine High-End-Kombination für einige hundert Euro ist genau so unsinnig wie eine “Wegwerfdampfe” für einen Zehner. Ab ca. 30 Euro geht es los, aber wenn das richtige Set für dich 80 oder 90 Euro kostet ist auch das in Ordnung – der Umstieg soll ja gelingen, und schließlich geht es um deine Gesundheit!

Noch eine kleine Anmerkung: Manch einer kommt sich, vor allem wenn es das erste mal ist, vielleicht merkwürdig vor, wenn er in einem E-Zigarettengeschäft an diversen Dampfgeräten ziehen soll. Vielleicht musst du husten, vielleicht stellst du dich ungeschickt an, aber beim zweiten, dritten Zug ist schon alles wesentlich entspannter. Und denke immer daran: Jeder der dort Anwesenden, Verkäufer inklusive, hat irgendwann mal den ersten Zug an einer Dampfe gemacht! Also, sei mutig, probiere dich aus, finde dein ganz individuelles Gerät – und dann geht’s los.

* Neben dem richtigen Gerät sind noch weitere Faktoren für einen guten Umstieg entscheidend, zum Beispiel der Geschmack des Liquids und die richtige Nikotinstärke. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Wie man angefixt werden kann…

Benedikt hat seinen Leaf bekommen und somit musste der Leihwagen wieder nach Hamburg. Und es begab sich, dass ich den Leihwagen in Form des Hyundai Ioniq mit „volle Hütte Ausstattung“ von Rostock nach Hamburg fahren durfte. Die Frage „Möchtest du…?“ war via Messenger kaum zugestellt und ich hatte diese schon in Fett und Kursiv und Sofort mit „Ja, klar“ beantwortet. Ok, auch Übertreibung ist ein Stilmittel.
Ich hab mich gefreut wie ein Schneekönig, denn vom bloßen Mitfahren in einem Tesla Modell S wusste ich, das wird auf jeden Fall spannend.

Selbst bin ich vorgeschädigt, fahre seit einigen Jahren einen Hybriden von Toyota aus Überzeugung. Keinen Prius, der ist mir einfach zu teuer, es ist ein Auris HSD zweiter Generation, und ich bin eigentlich noch immer sehr überzeugt vom Konzept. Um das kurz fest zu halten: Hybride von Toyota überzeugen mich, was derweil andere Hersteller in diesem Segment versuchten nehme ich nicht ernst, da gibt es konzeptionell schon gravierende Unterschiede…aber das führt zu weit und ich muss jetzt die Kurve bekommen.

Also, ich konnte erstmals eigenständig ein E-Auto fahren, so ein sagenumwobenes Ding, wo hinten nix an Abgasen rauskommt, der surrt einfach durch die Gegend. Wie manch anderer Teutone hierzulande hatte ich so meine Bedenken, da war ja was mit der Reichweite, und Ladesäulen hat außer Tesla auch noch keiner so wirklich über hiesige Gefilde gestreut. Will sagen, auch wenn ich durchaus auf Benedikt und seine Planung zur Tour vertraute – irgendwo grübelte ich dann doch. Auch die Ansage „Lass uns mal für Wismar einen Ladestopp planen, du willst den sicher auch mal treten“ war so, nun ja… ich grübelte eben.
Das Problem war nicht, dass ich was Elektrisches fahren würde – als Hybrid Fahrer kenne ich das zumindest schon im Ansatz – aber da sichert ein schnöder Saugmotor die Reichweite. Beim E-Auto? Welches auch noch gerade 28kWh im Akku hat und dann damit, höchst theoretisch, auf irgendwie 200km Reichweite kommt?

Egal, es ging an einem sommerlichen Donnerstagnachmittag los. Einweisung von Benedikt, Schalterchen hier, Funktionen da, ab dafür…

Erstes Stück war Land- und Bundesstraße, und nachdem man sich in so einem neuen Wagen erstmal eingerichtet hat – ihr kennt das, Spiegel richten und den Sitz anpassen und genießen – da konzentrierte ich mich auf das Auto selbst und das Fahren.
Hey! Sparsam fahren ist eine Sache, die zelebriert man als Hybrid-Pilot, also nehme man das an Wissen, was man daher hat. Möglichst viel gleiten, „Gas“ möglichst pulsen und wenn irgend geht, dann die Rekuperation nutzen um Energie in den Akku zu pumpen. Und was will man sagen? Es dauert keine 10km und man ist quasi eingegroovt und ab hier macht das Fahren nur noch einen Heidenspaß. Wobei man eben diesen Spaß durchaus definieren sollte: Es geht plötzlich nicht mehr darum irgendwie möglichst mit Bums voranzukommen, man wird vollständig entschleunigt!

Und diese Entschleunigung setzte sich bei mir nahtlos von der Land- und Bundesstraße auf die Autobahn fort. Ok, ja klar, erstmal war da „Oh Yes! A20!, Feuer frei!“ Und ich hab den Ioniq mit Kickdown beschleunigt. Irre! Das Ding zog ab und mir glatt die Falten aus dem, ich sag mal, Gesicht 😉
Aber der Schreck folgte sofort, denn von den angezeigten 170km Reichweite waren plötzlich nur noch 90km übrig! Ich dachte nur ok, Wismar schaffen wir, aber ich bremste mich ein und das das Auto auf 130km/h. Das dabei für mich völlig Neue: Diese Geschwindigkeit ging mir nicht auf den Keks. Nochmal ein „Irre!“. Denn normal ist die A20 für mich, trotz aller guten Vorsätze und der „Hybrid Piloten Ehre“ eine Rennstrecke. Da bin ich ein typischer deutscher Autofahrer, wenn möglich, dann Gummi, so schnell wird der Tank schon nicht leer sein…

Der Ioniq schaffte auf der Autobahn etwas, was Toyota mit dem Hybrid bei mir nie hinbekommen hatte: Ich konnte entspannt, wirklich tiefenentspannt, mit ca. 130km/h Richtgeschwindigkeit in aller Seelenruhe dahingleiten. Einfach den Abstandstempomaten rein drücken und das Auto machen lassen. Für mich war das etwas wirklich neues! Es war im Auto ruhig, herrlich ruhig und man kann sich kaum vorstellen wie entspannend das ist. Warum also hektisch die Spuren kreuzen?

Wirklich gestaunt habe ich auf einem Teilstück der A1, Benedikt vor mir und vor ihm so ein Wohnwagengespann, ihr kennt das, typischer Mittelspurpenner eben.

– Ich muss kurz erklären, wir waren irgendwo um Hamburg Reinfeld an einer Schnellladestaion um die Autos nochmal auf 97% zu laden. Warum nicht 100 Prozent? Ich habe gelernt, dass dies am Schnelllader nicht ohne weiteres an Wartezeit möglich ist, weil ab 97% der Ladestrom rapide gesenkt wird. Kennt man eigentlich vom Smartphone und von der E-Dampfe, beim E Auto lernt man das dann eben neu. Wir hatten uns dort eine halbe Stunde Zeit genommen, sind eingekehrt beim Gasthaus zum goldenen M und Benedikt wollte den Ioniq mit möglichst vollem Akku in Hamburg abgeben. Also fuhren wir ab dort Kolonne. –

Also, mittlere Spur, Wohnwagengespann mit gerade so 110km/h voraus, eine Situation, in der ich normal völlig austicken würde. Nicht so Benedikt, auch der Leaf hat einen Tempomaten mit Abstandsregelung, und mit diesem klebte er hinter dem Gespann und ich entsprechend dahinter.
Und? Es kratzte mich null! Entspannt und in aller Seelenruhe sitze ich im gekühlten Sitz, lasse das Auto machen und genieße dabei die absolute Ruhe. Es vibriert nix, es dröhnt nix, ich schaue nicht hektisch in Rückspiegel und auf den Tacho (logisch, nach mittlerer Spur kommt ganz links und da ist man mit einem Hybrid auch schnell an der Grenze zum Hindernis, gibt ja genug Vertreter, die ihre Karossen auf 250km/h und mehr jubeln müssen), ich fahre einfach. Das war schon sehr interessant für mich.

Noch ein Eindruck, der sich eingebrannt hat, war ein Stau in Hamburg selbst. Baustelle und nix geht, weil da auch noch Ampel an Ampel war. Tatsächlich war es so ruhig im Hyundai, dass ich etwas gelangweilt war und mir einfiel, dass ich unbedingt noch Apple CarPlay ausprobieren wollte. Und überhaupt, das Radio gefiel mir vom Klang her auch nicht so recht, trotz DAB+.
Also, das Spielkind in mir erwachte, ich fummelte los auf dem Display, war dann in meiner Musikmediathek gelandet…und drückte Play.
Es muss ein Bild für die Umstehenden gewesen sein! Ich im Auto faktisch erstarrt, beim Leaf vor mir ging das Fenster runter und Benedikt streckte seinen Daumen heraus und die Anlage im Ioniq machte Sound der Extraklasse. Für mich und ebenso für die umstehenden Fahrzeuge.
Wenn mich nicht schon das Fahren selbst so beeindruckt hätte, ab diesem Punkt spätestens wäre ich total, Achtung Flachwitz, elektrisiert gewesen. Ich bin so ein Hifi-Nerd, und mit sowas kann man mich eben kriegen…ich hatte da ganz dicke Gänsepickel auf der Haut.

Es gab noch viele Kleinigkeiten und Eindrücke, ich kürze es jetzt aber ab.

Ich weiß noch sehr gut, wie ich vor Jahren überlegte und rechnete und das Internet durchforstete. So ein Hybrid, macht der Sinn, ist der praktikabel, spart der gar Geld? Ehrlicherweise denke ich erst an mein Portemonnaie, dann auch mal an die Umwelt. Damals hab ich mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, zudem gab und gibt es genug Vorurteile. Schlussendlich wurde es ein Hybrid von Toyota und seither fahre ich so etwas mit tiefer Überzeugung. Das Konzept funktioniert einfach.
Und so hätte es noch Jahre weitergehen können, wäre da nicht diese Überführung eines Hyundai Ioniq von Rostock nach Hamburg gewesen. Seither tickert es wieder in mir, ich durchsuche das Netz und sammle nun Informationen zu E Autos und zur Infrastruktur drum herum. Wo stehen Ladestationen, wie könnte man längere Touren machen und wie lange würde das dauern und so weiter. Kurz, ich bin angefixt!

Ehrlicherweise bin ich zumindest noch bei den möglichen Reichweite skeptisch, ich muss auch mal schnell von Rostock nach Hamburg oder Berlin und am selben Tag zurück. Da würde ich aktuell mit Leaf oder Ioniq noch nicht klar kommen. Ich sehe aber den aktuellen Stand und denke, da wird in den nächsten Jahren deutlich was nach vorne gehen. Sagen wir, noch einen Hybriden vielleicht, für vier Jahre, aber dann hab ich wahrscheinlich keine Ausrede mehr…

Darf’s etwas mehr sein? Die Dampfermessen

Für alles, was Menschen interessiert, gibt es Messen – so natürlich auch für das E-Dampfen. Den Anfang machte die – damals noch namenlose – VapersCom Oberhausen (die bei ihrer Premiere 2012 übrigens in Dortmund stattfand). War sie anfangs noch ein Geheimtipp unter den – wenigen – Dampfernerds, wuchs sie Jahr für Jahr, und schon bald war sie das Event für jeden Dampfer in Deutschland – wie lange die Anreise auch dauern mochte. Inzwischen gibt es in vielen Groß- und auch Kleinstädten Dampfermessen, so dass man bald schon die Übersicht verlieren kann.

Dampfermesse Berlin

Was erwartet den Dampfer auf einer solchen Messe? Erst mal sehr, sehr viel Dampf! 😉 Dazu jede Menge Besucher, und natürlich viele Aussteller. Du kannst Liquids testen (und natürlich auch käuflich erwerben), bei der Hardware lässt sich mitunter das ein oder andere Schnäppchen machen, und gerne werden auch mal ein paar Giveaways in die Menge geworfen. Aber auch einige seltene – und gerne mal hochpreisige – Stücke findet man an den Ständen, was einem mitunter zu traurigen Seufzern veranlasst, will der Kontostand doch so gar nicht zu den wunderschönen Schmuckstücken passen, die man dort findet und vielleicht gerne mitnehmen würde. 😉

Hier eine Übersicht über die Messen in Deutschland in den nächsten Monaten:

02.-04.11. IntervapeExpo Castrop Rauxel

01.-02.12. Steamers Paradise Trier

15.-16.12. Vape Convention Bremen

2019

11.1.-12.1. Steamers Paradise Trier

2.3.-3.3. Purevape München

13.4.-14.4. Förde Dampf Kiel

26.4.-28.4. Vapor Fair Frankfurt

26.4.-28.4. Vapor Guru Magdeburg

11./12.5. Steamers Paradise Aachen

31.5.-2.6. Hall Of Vape Stuttgart

14.6.-16.6. Intersteam Berlin

17.8.-18.8. MyVape Braunschweig

16.11.-17.11. Hall Of Vape Hamburg

(Wir nehmen uns an dieser Stelle vor, die Liste immer wieder zu aktualisieren…)

Bei den meisten Messen gibt es auch ein Catering, Besucher unter 18 Jahren sind nicht zugelassen. Mehr Informationen, auch über den Ticketverkauf, findest du auf der entsprechenden Webseite.

Dampfermesse Berlin

Der Leaf ist da!

Die Nachfrage nach bezahlbaren Elektroautos ist hoch! So hoch, dass die Lieferzeiten manchen erschrecken werden. Bestellt am 19.12.2017 wurde er 8 Monate später nun geliefert:

Der Nissan Leaf vor klassischer Kulisse

Am ersten Tag durfte ich ihn auch gleich kräftig einfahren – der geliehene Ioniq wollte nach Hamburg zurück gebracht werden und so bekam der Leaf an seinem ersten Tag gleich knappe 500km auf die Uhr.

Mit der Lieferung des Leaf wurde nun auch das letzte Fahrzeug mit Verbrennungsmotor im Haushalt ersetzt. Wir werden berichten, falls wir den Verbrennungsantrieb irgendwann mal vermissen sollten. Bisher rechnet damit niemand!